Prof. Dr. med. Fritz Thorey ist seit 2011 Leitender Arzt für Hüft- und Knie-Endoprothetik und Arthroskopie an der ATOS Klinik Heidelberg. Davor war er Geschäftsführender Oberarzt des Departements für Endoprothetik und Rekonstruktion der Med. Hochschule Hannover. Er ist Mitglied in verschiedenen nationalen und internationalen Fachgesellschaften, unter anderem als Deutscher Repräsentant der Europäischen Hüftgesellschaft (EHS).

Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der klinischen Endoprothetik und Grundlagenforschung von Implantaten sowie der Arthroskopie und Knorpel-Therapie. Als Spezialist für Hüft- und Knie-Endoprothetik sowie für rekonstruktive Operationen an Hüft- und Kniegelenk, führt er im Jahr mehr als 600 Eingriffe persönlich durch.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf minimalinvasiven und muskelschonenden Operations-
methoden, bevorzugt im Rapid-Recovery-Verfahren, um eine optimale Rehabilitation zu gewährleisten. Neben privat-versicherten Patienten, die von Prof. Thorey in der ATOS Klinik operiert werden, können kassenärztlich versicherte Patienten in einem kooperierenden Krankenhaus von ihm operiert werden.

Aufgrund unserer ansteigenden Lebenserwartung und unseres Wunsches, auch im fortgeschrittenen Alter noch ein aktives und erfülltes Leben führen zu können, stellt sich für uns alle früher oder später die Frage nach geeigneten Behandlungsmöglichkeiten für den unausweichlichen Gelenkverschleiß.

Volkskrankheit Arthrose

Die altersbedingte Abnutzung des Gelenkknorpels verläuft schleichend und verursacht zu Beginn kaum Beschwerden, doch nach einer gewissen Zeit treten Schmerzen auf und die Beweglichkeit nimmt ab. Auf Dauer entsteht ein irreparabler Schaden, wenn Knochen auf Knochen reibt. Manchmal ist eine krankhafte Abnutzung der Gelenke auch Folge einer chronischen Erkrankung wie Gicht, oder Rheuma oder einer Verletzung. Je nach Indikation können konservative Behandlungsansätze wie entzündungshemmende Medikamente, Gewichtsreduktion, Krankengymnastik oder Schmerztherapie helfen.

Bei schweren und weit fortgeschrittenen Krankheitsverläufen ist allerdings eine operative Therapie mit einem künstlichen Gelenkersatz kaum zu umgehen. Glücklicherweise ist die Implantation einer modernen Endoprothese für erfahrene Spezialisten wie Prof. Thorey mittlerweile eine absolute Routineoperation. Insgesamt werden in Deutschland jährlich etwa 400.000 Endoprothesen eingesetzt, die meisten davon sind Hüft- und Knieprothesen. Die Endoprothese wird in verschiedenen Operationsverfahren in den Körper implantiert und ersetzt entweder Teile eines kranken Gelenks oder das gesamte Gelenk. Man unterscheidet dabei in erster Linie zwischen einer Totalendoprothese (TEP) und einer sogenannten Hemiprothese. Während bei der TEP das komplette Gelenk ersetzt wird, werden bei der Verwendung einer Hemiprothese nur die erkrankten Teile Gelenks ausgewechselt. Im Anschluss an den Eingriff bleiben die Patienten üblicherweise 3-7 Tage im Krankenhaus und beginnen dort direkt mit der physiotherapeutischen Nachbehandlung. Danach steht eine mehrwöchige Reha an, in der unter fachkundiger Anleitung die Beweglichkeit des Gelenks wieder hergestellt und die Muskulatur wieder aufgebaut wird.

Hüfte und Knie – Die Sorgenkinder unter unseren Gelenken

Die Hüfte ist nicht nur das größte Gelenk des Körpers, sondern auch dasjenige, welches am meisten belastet wird. Bei jeder Bewegung des Körpers wirken die unterschiedlichsten Kräfte auf das große Kugelgelenk, das aus einer Hüftpfanne und einem Hüftkopf besteht, die beide mit Gelenkknorpel überzogen sind. Oftmals entstehen durch Verschleiß schwere Schäden an Hüftpfanne und Hüftknochen, welche die chirurgische Implantation eines künstlichen Hüftgelenks unumgänglich machen.

Ein weiteres stark beanspruchtes Gelenk, bei dem es schnell zu einer Überbelastung oder einer Verletzung kommen kann, ist das Kniegelenk. Verletzungen wie ein defekter Meniskus oder ein gerissenes Kreuzband treten häufig bei sportlich aktiven Patienten auf. Andauernde Knieschmerzen können allerdings auch ein Hinweis auf einen Knorpelschaden oder Arthrose sein. Insbesondere bei fortgeschrittener Kniegelenksarthrose kommen heutzutage regelmäßig Behandlungsmethoden aus den Bereichen der Arthroskopie und der Endoprothetik zum Einsatz.

Bei einer Arthroskopie (oder Gelenkspiegelung) können Schäden im Gelenk über einen kleinen Hautschnitt untersucht und auch behandelt werden (z.B. Knorpeltherapie, Meniskus, Knochenübetrstände). Derartige Verfahren werden auch als minimalinvasive Chirurgie (MIS) oder Schüssellochchirurgie bezeichnet.

Kontakt
Internationales Zentrum für Orthopädie
ATOS Klinik Heidelberg
Bismarckstr. 9-15
69115 Heidelberg
Tel. 06221-983-190
E-Mail: thorey@atos.de
Internet: www.hkf-ortho.de