Gebündelte Kompetenz in der Radiochirurgie

Prof. Dr. Alexander Muačević und seine Kollegen vom Europäischen Cyberknife-Zentrum München-Großhadern sind davon überzeugt, dass radiochirurgische Eingriffe mit der neuartigen Cyberknife-Methode zukünftig eine große Rolle in der Tumormedizin spielen werden. Die im Sommer 2005 in Kooperation mit dem Klinikum der Universität München (LMU) und der AOK Bayern als erstes Cyberknife-Zentrum in ganz Deutschland eröffnete Klinik für Radiochirurgie genießt heute einen hervorragenden internationalen Ruf. Seit der Eröffnung des Zentrums haben die Münchener Krebsspezialisten weit über 11.000 Behandlungen mit radiochirurgischen Techniken erfolgreich durchgeführt. Mehr als 7.000 dieser Eingriffe erfolgten mit der neuartigen, technisch besonders anspruchsvollen Cyberknife-Methode. Insgesamt können Prof. Muačević und seine Kollegen mehr als 20 Jahre Erfahrung bei radiochirurgischen Tumorbehandlungen mit dem Cyberknife und seinen Vorläufertechnologien vorweisen.

Spitzentechnologie aus dem Silicon Valley

Bei der Cyberknife-Methode handelt es sich um ein bild- und robotergeführtes Verfahren zur Tumortherapie, das von den Technologie-Pionieren im Silicon Valley entwickelt wurde. Hierbei werden gebündelte Photonenstrahlen auf einen exakt definierten Gewebebereich fokussiert, um die erkrankten Zellen zu zerstören. Insbesondere Tumore in schwer zugänglichen Körperregionen sowie sehr unregelmäßig geformte Tumore können mit dieser medizinischen Spitzentechnologie hochpräzise therapiert werden. Dadurch eröffnen sich ganz neue Behandlungsmöglichkeiten bei bislang inoperablen Tumoren, denn eine große Spanne an Tumoren in Kopf und Körper ist unter Einsatz der Cyberknife-Therapie effektiv und schonend radiochirurgisch behandelbar. Bei entsprechender Indikation stellt die ambulant durchzuführende und vergleichsweise schonende Cyberknife-Therapie eine ausgezeichnete Alternative zu einer herkömmlichen Operation oder einer mehrwöchigen Strahlentherapie dar. Die Vorteile des überaus präzisen und verträglichen radiochirugischen Verfahrens liegen auf der Hand: Dank Cyberknife-Technologie lassen sich Tumore schnell und schmerzlos ohne Operation und ohne Narkose entfernen. Mit einer sehr kurzen, einmaligen Behandlungsdauer von unter einer halben Stunde und einer großen Erfolgswahrscheinlichkeit ist die Cyberknife-Therapie ausgesprochen effizient. Für gewöhnlich sind nach einem derartigen Eingriff auch nur sehr geringe Nebenwirkungen zu erwarten, sodass auf einen Krankenhausaufenthalt sowie einen anschließende Rehabilitation verzichtet werden kann.

Vielversprechende Ergebnisse bei Prostatakarzinomen

Auch wenn die Cyberknife-Therapie beim lokal begrenzten Prostatakarzinom noch keine Standardthera-
pie ist, gewinnt sie stark an Bedeutung bei der der Behandlung von Prostatakrebs. Vor allem im Frühstadium der Erkrankung stellt die Cyberknife-Therapie eine effektive und schonende Alternative zur Operation dar. Tatsächlich wurden weltweit bereits mehr als 30.000 Prostata-Patienten mit dieser Methode behandelt und alle bislang vorliegenden Studienergebnisse sind ausgesprochen ermutigend. Auch bei langen Beobachtungszeiträumen von bis zu 10 Jahren deuteten alle erhobenen Daten auf eine sehr gute Verträglichkeit und einen lang anhaltenden Therapieerfolg beim Großteil der Patienten hin. Prof. Muačević hält insbesondere Patienten mit niedrig- und mittelgradigen Prostatakarzinomen (Gleasonscore 6 und 7) geeignet für diese zukunftsweisende Behandlungsmethode. Bei lokal begrenzten Tumoren ist die Zerstörung sämtlicher Tumorzellen bei gleichzeitiger Schonung des benachbarten gesunden Gewebes das erklärte Ziel des radiochirurgischen Eingriffs.

Unter Einsatz von Computer- und Magnetresonanztomografie werden zunächst die optimalen Bestrahlungsfelder errechnet. Während der Bestrahlung arbeitet das robotergesteuerte Cyberknife mit einer Genauigkeit im Submillimeterbereich, das ist eine Präzision, die mit der eines Skalpells vergleichbar ist. Außerdem werden dank eines 3D-Bildführungssystems Bewegungen des Organs während der Bestrahlung automatisch ausgeglichen. So ist es möglich, eine hohe Strahlendosis in einem kurzen Zeitraum überaus präzise zu applizieren. In der Folge sterben die Krebszellen ab, während die Prostata als Organ dabei erhalten bleibt. Zudem ist die Kurz- und Langzeittoxizität der applizierten Strahlendosen bei dieser Art von Bestrahlung vergleichsweise gering.

Kontakt
Europäisches Cyberknife Zentrum
München-Großhadern
Max-Lebsche-Platz 31, 81377 München
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Fax: (089) 452336-16
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