Krebs-Immuntherapie

IOZK Labor

Erster Virus-kombinierter autologer Tumor-Impfstoff
IOZK – Immunologisch – Onkologisches Zentrum Köln

Das IOZK ist eine private medizinische Translationseinrichtung. Seit 1985 beschäftigen sich Ärzte und Wissenschaftler des IOZK mit der Rolle des Immunsystems und wie die körpereigenen Abwehrkräfte gegen Krebs mobilisiert werden können. Dabei nutzen sie unter anderem auch den Einsatz onkolytischer (Tumor zerstörender) Viren. Den Kölnern gelang es, erstmalig in Europa, die Herstellungserlaubnis für einen autologen (patienteneigenen) Tumorimpfstoff in Kombination mit diesen Viren zu erhalten, gemäß dem Arzneimittelgesetz für „neuartige Therapien“.

Individueller Impfstoff gegen Tumorzellen

Der Impfstoff besteht aus autologen dendritischen Zellen, die mit autologen Tumorantigenen beladen werden. Das Immunsystem des Patienten wird durch den Impfstoff zielgenau auf die Tumorantigene des eigenen Tumors gerichtet, um diesen anzugreifen. Der Krebs eines jeden Menschen ist einzigartig, daher nutzen die Wissenschaftler das Tumormaterial des jeweiligen Patienten, um einen maßgeschneiderten Impfstoff herzustellen. Durch eine Mehrfachimpfung in Kombination mit den genannten Viren wird das Immunsystem gegen ein weiteres Tumorwachstum trainiert. Das Ziel dieser immunologischen Tumortherapie ist es, das Immunsystem des Patienten zu „trainieren“, damit es selbst gegen das Tumorwachstum vorgehen kann. Durch dieses spezifische Verfahren bildet sich ein immunologisches Gedächtnis gegen die Tumorantigene des Tumors. Mit diesem Gedächtnis (Memory-Zellen) wird ein nachhaltiger therapeutischer Effekt erzielt, der auch nach der Behandlung nachweisbar ist.
Das IOZK hat sich als spezialisierte Einrichtung für medizinische Translation etabliert. Somit setzt das IOZK die Ergebnisse der Grundlagenforschung auf dem Gebiet der immunologischen Tumortherapie zeitnah in die medizinische Patientenversorgung um, also von „bench to bedside“ (wörtlich: vom Labortisch zum Patientenbett, d. h. aus dem Forschungslabor in die klinische Anwendung). Für das Grundprinzip der am IOZK angewandten Therapieverfahren wurde 2011 der Nobelpreis für Medizin verliehen.

Die immunologisch- onkologische Therapie muss sich nach den individuellen Eigenschaften des Tumors und des Immunsystems des Patienten richten, somit handelt es sich hier wortwörtlich um eine PERSONALISIERTE MEDIZIN. Um synergistische Effekte zu erzielen kommen neben den Vakzinationsverfahren auch weitere immunologische Therapieprinzipien zur Anwendung. Hierzu zählen auch neue Antikörpertherapien (Check-Point-Inhibitoren), die das Immunsystem bei der Tumorbekämpfung zielgerichtet unterstützen können.
Die vollständige Heilung einer weit fortgeschrittenen Tumorerkrankung kann auch diese spezielle Therapieform bisher nur in seltenen Fällen bewirken. Die Möglichkeit den Verlauf zu verlangsamen ist absehbar. Durch die individualisierte Behandlung bemühen sich die Ärzte und Wissenschaftler des IOZK den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen und die Lebensdauer und Lebensqualität der Patienten zu erhöhen.

Die Kosten für diese neuartigen Therapieverfahren werden in der Regel von den privaten Krankenversicherungen erstattet, das IOZK hat keine Verträge mit den gesetzlichen Krankenkassen, hier muss die Kostenerstattung im Einzelfall entschieden werden.

Kontakt
Immunologisches Onkologisches Zentrum Köln
Hohenstaufenring 30-32
D- 50674 Köln

Tel.: +49 (0)221- 42 03 99 25
Fax: +49 (0)221- 42 03 99 26
Mail: info@iozk.de
www.iozk.de